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Tag Archives: Self-image
Osterloh and Frey on Academic Rankings – Implications for the “Great Crisis” in Macroeconomics
I would like to quote from Osterloh and Frey (see my post below).
From the point of view of psychological economics, output oriented rankings have four disadvantages that cannot be managed by improving the present governance system
in academic research based on agency theory.
First, intrinsically motivated curiosity to do research tends to be crowded out and is in danger of being substituted by extrinsic motivation to score high in rankings. Content loses importance (Kruglansky, 1975). Autonomy can be reduced by quantitative output measurements, in particular, if they are linked to incentives. A supportive feedback is not provided by quantitative output measurements because in contrast to qualitative peer reviews they do not tell scholars how to improve their research.
Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen
Immer wieder lesenswert: The Structure of Scientific Revolutions (1962) publ. University of Chicago Press, 1962.
Hier.
Greg Mankiw: The Sociology of Economics
This post has serious and less serious points. In a conversation with another blogosphere member, Greg Mankiw is speculating about the differences between students of economics and other students of social sciences.
- Economists are more agressive in discussions.
- Economists dispute with the statisticians.
- Economists are smarter (I would be unwise trying to reject this point and to be serious, they talk on the phenomenon “on average”, but given the experience with colleagues everyone can definitely falsify this statement for some members of the community).
- Economists might have another personality type.
Any other ideas?
Blog auf Reisen: CEF 2007 16.7.2007 und Fazit
Zeit für ein Fazit: Nach drei intensiven Tagen schwirrt einem zwar der Kopf von vielen Argumenten, gleichzeitig kristallisieren sich deutlicher Verbindungen zwischen den einzelnen Forschungsrichtungen heraus:
- Fast ein Drittel der präsentierten Vorträge beschäftigt sich mit DSGE-Modellen (und wahrscheinlich 99% davon von neukeynesianischen Typ), Schätzung, Verfeinerung, Prognoseeigenschaften etc. Dabei geht es immer um die Schwankungen um das Gleichgewicht, in fast allen Fällen ist sytematisches Verharren ausserhalb der Gleichgewichtslösung ausgeschlossen.
- Der Vortrag von Volker Wieland zum Stand der theoretischen und praktischen Debatte der aktuellen Geldpolitik hat sehr schön gezeigt, wie wichtig diese Art von Modellen inzwischen in den Forschungsabteilungen der Zentralbanken — die EZB ersetzt ihr altes (drei Jahre) strukturelles Modell derzeit durch ein DSGE-Modell — und dies sowohl für Politiksimulationen und für Prognosen.
- Ein nicht unerheblicher Anteil der Vorträge beschäftigte sich mit — zumindest vor einiger Zeit — teilweise heterodoxen Fragestellungen: Heterogene Agenten, Erwartungsbildung, “bounded rationality” etc.
- Allerdings — und hier gibt es einen Bezug zur Heterodoxie-Debatte in diesem Blog — sind die heterodoxen Fragestellungen selektiv. OK, die Konferenz ging um “Computational Economics”, d.h. das begrenzt die Teilnehmerauswahl gerade dort sehr. Auffällig ist aber schon, dass sich der komplette Mainstream der geldpolitischen Makroökonomie hier versammelt, wo es um mathematische Methoden der Simulation und Lösung von Systemen geht. Das erinnert mich an Mankiws Artikel : “The Macroeconomist as a Scientist and Engineer“.
- Auf der ökonometrischen Seiten ist hier der Bayesianische Ansatz überraschend stark. Und alles, was man mit zeitvariablen Koeffizienten anstellen kann.
Alles in allem eine interessante Konferenz. Na ja und was den Makroökonomentratsch anbetrifft kann ich leider nicht viel Interessantes berichten. An der Anzahl der Besucher pro Session kann man allerdings ablesen, wer (und von wem) als hoffnungsvolles Nachwuchstalent gehandelt wird. Aber darüber wird an dieser Stelle geschwiegen
Blog auf Reisen: CEF 2007 15.7.2007
Hier ein Überblick über interessante Veranstaltungen:
Ramon-Dolorez und Vazquez präsentieren Taylor-Regeln mit Zinsdifferenz und Aktienkursen, eingebaut in ein Neukeynesianisches Modell. Schätzungen für die Greenspan-Periode zeigen, dass die Fed auf “excess return” nicht reagiert — nur in dem Maße, in dem zukünftige Inflation und Beschäftigung betroffen sind. Die verwendete Methode der “indirekten Inferenz” ermöglicht es, stark nicht-lineare Beziehungen zu schätzen, wobei die Verteilungen nicht bekannt sind. Ihr Argument ist etwas anders: Sie argumentieren, dass sie im Gegensatz zu den beliebten Bayesianischen Schätzungen weniger Restriktionen auf die Parameter setzen müssen. Interessant ist auch das Wiederauftauchen der Zinsdifferenz als Erwartungsvariable — die war wohl einige Jahre verschwunden, jetzt entdeckt man die Paper der 80er Jahre wieder.
Blog auf Reisen: CEF 2007 am 14.6.2007
Die Konferenz hat sich in den vergangenen Jahren sehr stark im Bereich neukeynesianischer Makroökonomie und angewandte Makroökonometrie entwickelt — im Vergleich zu meinem letzten Besuch vor zwei Jahren ist das sehr auffällig. Was sind die aktuellen Trends?
- Schätzung und Weiterentwicklung neukeynesianischer Makromodelle (DSGE): Hier hat sich seit dem grandiosen Erfolg von Smets und Wouters eine Menge getan. Vor allem werden bayesianische Methoden eingesetzt. DSGE-Modelle sind inzwischen nahezu ein “Industriestandard”, ihre Berechnung und Herleitung wird als bekannt vorausgesetzt. DSGE-Modelle werden in einigen Zentralbanken (Fed, ECB, Sveriges Rijksbank, Bank of England) nicht nur für Politikevalutionen eingesetzt, vielmehr beschäftigen sich ganze “Sessions” mit den tollen Prognoseeigenschaften dieser Modelle. Die entsprechenden Vorträge waren interessant, als die Prognosefehler untersucht wurden. DSGE-Modelle sind schlecht, wenn es Verschiebungen in den unterliegenden Trends gibt. Das ist eigentlich schon vorher klar, da die Modelle ja nur die Abweichungen von einem “steady state” modellieren. Hier stösst die neukeynesianische Modellierung an ihre härtesten Grenzen: Sie kann den Trend bzw. Verschiebungen in den als stationär angenommenen Beziehungen zwischen Fundamentalvariablen nicht erklären.
- Geldpolitische Analyse unter Unsicherheit und vor allem “Learning”. Hier gibt es in der Tat interessante Ansätze. Oder wusstet Ihr, dass jetzt (einige aber nicht belächelte) Makroökonomen “social learning” entdeckt haben und ihre Modelle mit “agent-based” Methoden basteln?
- Strukturelle VARs: Hier haben sich die “sign restrictions” inzwischen durchgesetzt. Es gibt kaum noch jemanden, der sich traut, eine andere Identifikation vorzulegen (es sei denn er ist alt genug, dann hat er entweder geschlafen oder kann es sich “erlauben”
). Hinzu kommen zwei Modelltypen: FAVARs sind sogenannte “factor augmented” VARs, also VARs bei denen Faktoren aus statischer oder dynamischer Faktoranalyse zugefügt werden. Hinzu kommen TV-SVARs, das sind mit Kalman-Filter geschätzte VARs mit zeitvariablen Koeffizienten und stochastischer Volatilität. Letztere sind seit drei bis fünf Jahren der neueste Schrei, da — nach allgemeiner Auffassung weitgehend frei von den Anfeindungen der Lucas-Kritik (ich bin da etwas skeptisch, da die Identifikation solcher Modelle immer mit Kosten verbunden ist…)
Insgesamt auffällig ist, dass auch Europäische Universitäten kräftig mitmischen. Übrigens: Immerhin zwei Teilnehmer vom DIW. Die EZB ist stark vertreten und auch die Bundesbank erzählt in einigen Vorträgen, wie wichtig doch die Geldmenge sei (OK, es gab auch andere Vorträge). Ein frisch gekürter Zentralbankgouverneur konnte sich ein schelmisches Schmunzeln nicht verkneifen, als wir darüber sprachen. Ich möchte gern mal die Gesichter seiner Kollegen im EZB-Rat sehen, wenn der Schüler von Robert Solow, dessen Forschungen sich auch mit Nichtneutralität von Geldpolitik beschäftigt haben, demnächst mit abstimmt.
Blog auf Reisen — Montreal (CEF 2007)
In Anbetracht meiner außerordentlichen Reise über den großen Teich habe ich beschlossen, über die Konferenz “Computing in Economics and Finance 2007” zu berichten (natürlich ist das abgekupfert: Sebastian Dullien im Wirtschaftswunder hat auch über die Konferenz in Kiel berichtet). Der geneigte berichtende Blog-Schreiber wird ja erst am Freitag vortragen — hat also noch ein wenig Zeit an seinem Vortrag zu basteln
— aber wie man sieht funktioniert ein kanadisches Studentenwohnheim hervorragend (OK, die könnten auch WLAN statt Kabel machen aber immerhin haben sie mir gleich ein Kabel angeboten und ausserdem ist das unbestritten schneller). Also schaut immer mal rein, ich werde wenn es die Zeit erlaubt, die neuesten Paper besprechen und es wird — hoffentlich — auch ein wenig Makroökonomentratsch geben (allerdings wahrscheinlich auf einem ziemlichen “Nerd”-Niveau: Treffen sich zwei Funktionen. Sagt die eine: Aus dem Weg sonst leite ich dich ab. Lacht die andere und sagt: Ätsch, ich bin eine e-Funktion….). Na ja, so schlimm wird es dann hoffentlich doch nicht, bis bald! Euer rasender Reporter aus Kanada.
Update: Political Compass
If you did the quiz you can check here if your positions fit with the political parties in Germany (2005). To be honest, I don’t believe this. The Greens close to Gandhi as well as the Left Party? And a remarkable distance between SPD and CDU? Maybe, there is a confusion between both. Do you really see the FDP where it is assumed?
Political Compass

As Greg Mankiw and Dani Rodrik posted on their blogs, the political compass quiz is a nice game.
It must be quite funny to see, how continal European ethical, economical and political values work in this US centered quiz. Am I closer to Gandhi or Rodrik? I think it does not matter as long as the distance to Friedman and Thatcher is far enough, isn’t it? Anyone willing to post his coordinates?